Synagogen

Synagoge Synagogen

In beinahe allen großen Religionen stellen die Gotteshäuser einen kleinen, zentralen Punkt dar, welcher den Anschein erweckt, die Gottheit würde hier am nächsten sein. So ist es auch nicht anders bei den Synagogen, welche die Gotteshäuser der Juden sind und für diese Religionsgruppe ein wichtiger Teil in ihrem religiösen Leben ist.

Eine schöne Synagoge

Synagogen gibt es schon seit Jahrhunderten in Westeuropa, jedoch seit der Herrschaft der Nationalsozialisten verschwanden viele Synagogen in Europa, aber nach dem Ende der Schreckensherrschaft wurden nach und nach wieder Synagogen errichtet von den Juden, welche nicht ins heilige Land auswanderten, sondern auch nach dem Holocaust in ihrer Heimat Deutschland geblieben sind und beim Wiederaufbau der jüdischen Gemeinden geholfen haben.

Synagogen sind ähnlich wie Kirchen natürlich vorrangig zum Beten und zum Kontakt mit Gott bestimmt, aber sie sind auch gleichzeitig eine Art Gemeindezentrum und somit Treffpunkt für eine Glaubensgemeinschaft, welche natürlich vorallem außerhalb Israels recht exotisch erscheint, auch wenn Juden schon seit Jahrtausenden in Europa leben.

Der wichtigste Raum der Synagogen ist also zweifelsfrei der Gebetsraum, das Hauptheiligtum, daneben ebenfalls elementar die kleineren Studierstuben und Bibliotheken der Synagogen, in denen sich gewillte Gläubige weiterbilden und studieren können, auf der Suche nach ihrem Glauben. Ebenso finden hier auch viele weitere Gemeindeveranstaltungen statt, wie etwa das Lehren von Hebräisch bei schulpflichtigen Kindern.



Wie viele andere Gotteshäuser auch stecken auch die Synagogen voll mit wichtigen und rituellen Zeichen, wie etwa das die Ostwand in Richtung Jerusalem liegt, wenn die Synagoge in Westeuropa liegt, sowie die Tatsache, dass über der heiligen Lade, in welcher die Tora-Rollen aufbewahrt sind, ein Licht brennt, welches an die heilige Feuersäule erinnert, welche einst dem Volke Israel den Weg durch die Wüste Sinai gezeigt hatte.